"Durch die Gewinnung des ehemaligen Chefarztes des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) in Nottwil, Dr. Michael Bauberger aus Zofingen/Bellinzona, als Stiftungsrat wird eine enge Verbindung mit der Schweizer Paraplegiker-Stiftung erreicht."
Die Schweizer Paraplegiker Stiftung in Nottwil, die im Übrigen von Frau Kummerfeldt geschätzt und gefördert wurde, hat sich Ziele auferlegt, wie sie auch die Stiftung in Hamburg verfolgt, indem sie die Autonomie und Selbstwirksamkeit von Menschen mit Rückenmarkschädigungen ertüchtigt. Deshalb haben die Vorstände der Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung aus Hamburg und der Direktor des Schweizer Paraplegiker-Zentrums in Nottwil beschlossen, zukünftig eng zusammen zu arbeiten. Die Edgar und Nina Kummerfeldt Stiftung hat dazu in der Schweiz die Nina L. Kummerfeldt Stiftung gegründet.
Durch die Gewinnung des ehemaligen Chefarztes des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) in Nottwil, Dr. Michael Baumberger aus Zofingen/Bellinzona, als Stiftungsrat wird eine enge Verbindung mit der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil erreicht und es werden gemeinsame Projekte und das Teilen von Ideen, Konzepten und Erfahrungen zwischen der Schweiz und Deutschland unbürokratisch mit einer hohen Effizienz möglich.
Zweck der Stiftung ist die Förderung der Altenhilfe und der Hilfe für Behinderte und die Unterstützung hilfebedürftiger Personen.
Dies wird insbesondere verwirklicht durch die materielle oder finanzielle Unterstützung von Einrichtungen, Organisationen und Projekten.
1975 durch Guido A. Zäch gegründet, zählt die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) heute zu den größten Solidarwerken der Schweiz. Mit ihren zwei Millionen Mitgliedern der Gönner-Vereinigung ist sie breit verankert in der Bevölkerung. Die Mitgliederbeiträge bilden zusammen mit Spendengeldern die finanzielle Basis für ein weltweit einzigartiges Leistungsnetz zugunsten von Menschen mit Querschnittlähmung.
Ob emotionale Begleitung, medizinische Versorgung, praktische Hilfe oder Forschung – die SPS ist ein weltweit einzigartiges Solidarwerk zugunsten querschnittgelähmter Menschen. Ihre Tätigkeit basiert auf der Vision einer ganzheitlichen Rehabilitation von Para- und Tetraplegiker*innen – mit dem Ziel, den Betroffenen ein selbstbestimmtes und möglichst autonomes Leben zu ermöglichen. Sie stärken Menschen im Rollstuhl darin, ihre Rolle in Familie, Freundeskreis und Gesellschaft aktiv zu leben. Denn sie sind nicht nur Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe – sie sind aktive Gestalterinnen und Gestalter, die unser aller Leben bereichern.
Wenn Vielfallt Alltag wird
Studierende der ETH und Menschen mit einer Querschnittlähmung leben zusammen in einer einzigartigen WG – mitten in Zürich.
Im Seefeldquartier mitten in der Stadt Zürich öffnete im Sommer die erste inklusive ParaWG ihre Türen. Menschen im Rollstuhl leben mit Studierenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) unter einem Dach. Zwölf Schlafzimmer und sieben Nasszellen stehen au einer barrierefreien Fläche zur Verfügung. Sieben Personen sind bereits eingezogen: zwei Personen mit Querschnittlähmung und fünf Studierende. Hinter dem Projekt steht das Schweizer Paraplegiker-Zentrum. Es war die Absicht, das bestehende Angebot in Schenkon und Nottwil auszubauen, das Menschen mit einer Querschnittlähmung ein Wohntraining ermöglicht. In Zürich ergab sich eine Ideallösung in einer Überbauung, die einst dem Verein Integriertes Wohnen für Behinderte (IWB) als Heimat diente.
Das Projekt konnte unter anderem dank der Nina-L.-Kummerfeldt-Stiftung realisiert werden, die sich mit 150'000 Franken daran beteiligte.
Im Jahr 2025 begann die Partnerschaft zwischen Hope Health Action und der Nina L. Kummerfeldt Stiftung zur Unterstützung von Kindern mit Behinderungen und ihren Familien in Cap Haïtien, Nordhaiti. Ziel des Projekts ist es, Pflege nicht nur sicherzustellen, sondern aktiv Mobilität, Würde, Selbstständigkeit und Teilhabe zu fördern.
In einem von humanitärer Krise, Armut und eingeschränkten staatlichen Strukturen geprägten Umfeld ermöglicht die Unterstützung der Kummerfeldt Stiftung den Aufbau eines ganzheitlichen, gemeindezentrierten Versorgungsmodells. Dieses verbindet die Arbeit des Rehabilitationszentrums Maison de Grâce in Cap Haïtien mit ambulanter Betreuung in den Familien und Gemeinden.
Zu den zentralen Erfolgen zählen der Aufbau eines Community-Based-Rehabilitation-Teams, regelmäßige Hausbesuche mit Therapie und Schulungen für Angehörige, gezielte Ernährungsunterstützung, Maßnahmen zur Entlastung von pflegenden Familienmitgliedern sowie erste Schritte hin zu beruflichen Perspektiven für ältere Kinder. Ergänzend wurde durch Aufklärungsarbeit und gemeinschaftliche Veranstaltungen die gesellschaftliche Akzeptanz und Sichtbarkeit von Kindern mit Behinderungen gestärkt.
Förderung von Würde und Zukunftsperspektiven
Ein wichtiger Meilenstein, ermöglicht durch die Kummerfeldt Stiftung, ist zudem der Erwerb von Land, der die Grundlage für die nächste Projektphase bildet. Damit soll ein barrierefreier Ort entstehen, an dem Pflege, Entlastung, Rehabilitation und Gemeinschaft langfristig zusammengeführt werden. Die Stiftung leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Stärkung von Familien und zur Förderung von Würde und Zukunftsperspektiven für Kinder mit Behinderungen in Nordhaiti.
Die Stiftung Amilcare, benannt zu Ehren von und im Gedenken an Dr. Med. Amilcare Tonella, ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Schutz, die Förderung und die Wahrung der Grundrechte von Jugendlichen einsetzt.
Die Stiftung möchte das Vermächtnis von Dr. Med. Tonella weiterführen, der sich zeitlebens dafür einsetzte, die Grundrechte von Kindern zu fördern sowie eine kind- und familienzentrierte Kultur zu schaffen. Darüber hinaus machte er es sich zur Aufgabe, Minderjährigen, die Misshandlungen jeglicher Art erlitten haben, Unterstützung und Schutz zu bieten.
Unsere Mission ist es, Jugendliche, die sich aus verschiedenen Gründen in einer schwierigen Situation befinden, aufzunehmen und wieder in das soziale Gefüge zu integrieren und auch ihren Familien dabei Unterstützung zu bieten.
Die Stiftung Amilcare bietet vielen Jungen und Mädchen sowie ihren Familien eine neue Chance, an sich selbst zu glauben, Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die konkrete Möglichkeit, ein Lebensprojekt aufzubauen.
Seit dem 01.01.2026 unterstützt die Stiftung Amilcare bei der Finanzierung ihrer Familienberatungsstellen und gewährt dazu eine Förderung für drei Jahre von insgesamt CHF 150'000.
www.amilcare.ch